Radarmessverfahren - Geschwindigkeitsmessung - Geschwindigkeitsverstöße - standardisiertes Messverfahren
 

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Radarmessverfahren


Heutzutage werden die meisten Geschwindigkeitsverstöße sowie auch das vorwerfbare Einhalten des Mindestsicherheitsabstandes durch die Verwendung von Radargeräten festgestellt.

Die Geschwindigkeitsmessung aller Radargeräte beruht auf dem Dopplereffekt. Von der Antenne wird ein relativ eng gebündelter Radarstrahl unter einem Winkel von 22° zur Fahrbahnlängsrichtung ausgestrahlt. Fährt ein Fahrzeug in das Strahlungsfeld der Antenne, so wird von diesem ein Teil der Strahlung reflektiert und von der Antenne wieder empfangen. Durch die Reflektion des Radarstrahls an dem sich bewegenden Fahrzeug tritt aufgrund des Doppler-Effekts eine Frequenzänderung der Strahlung ein, deren Größe der Geschwindigkeit des Fahrzeugs proportional ist. Der Frequenz unterschied zwischen der ausgesandten und reflektierten Strahlung kann daher als Maß für die Geschwindigkeit des Fahrzeugs herangezogen werden. Nach der Radarmessung wird ein sogenanntes Radarfoto gefertigt, dessen Auswertung durch Nachmessen zur Kontrolle der Meßwerte herangezogen werden kann. Dieses Foto oder ein weiteres Frontfoto dienen auch der Identifikation des Fahrzeugs.

Die Technik der Radarmessung ist von ständigem Fortschritt geprägt; so werden immer wieder neue Gerätetypen eingeführt, andere verschwinden vom Markt. Beispiele für verschiedene Geräte sind:
  • Leivtec XV3
  • MULTANOVA VR 3 FG/4 F
  • MULTANOVA VR 4 F
  • MULTANOVA VR 5 F
  • MULTANOVA VR 6 F
  • TRAFFIPAX SPEEDOPHOT
  • TRAFFIPAX Micro-Speed 09
  • Speed-Control (Radarpistole)
  • ESO ES 3.0

Werden die Geräte exakt entsprechend den Bedienungsanleitungen von dafür geschulten Beamten bedient, spricht man von sog. standardisierten Messverfahren. Bei ihnen braucht der Tatrichter im Urteil nicht im einzelnen die Funktionsweise und eventuelle Zwischenberechnungen darzulegen, sondern es genügt die Mitteilung des angewandten Messverfahrens, sofern gegen die Richtigkeit der Messung keine substantiierten Einwendungen erhoben werden (siehe den Grundsatzbeschluss des BGH vom 19.08.1993 - 4 StR 627/92 -
zur Anwendung standardisierter Messverfahren).







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