Die Video-Messanlage VAMA - ein standardisiertes Messverfahren für Abstands- und Geschwindigkeitsmessungen
 

Das Verkehrslexikon
 

Home  |   Webshoprecht  |   Datenschutz  |   Impressum  |     

 





 

 



Die Video-Messanlage VAMA - Brückenabstandsmessverfahren


Das sog. VAMA-Verfahren ist ein sog. standardisiertes Verfahren im Sinne der BGH-Rechtsprechung, und zwar für die Feststellung von Abstandsverstößen.

Da aber die Feststellung der eingehaltenen Geschwindigkeit eine notwendige Vorstufe zur Feststellung eines Abstandsverstoßes ist, stellt das VAMA-Verfahren gleichzeitig auch ein standardisiertes Messverfahren für Geschwindigkeitsverstöße dar.







Gliederung:





Allgemeines:

  • Einführung in die Video-Abstands-Messanlage VAMA

  • Feststellung der verschiedenen Verstöße (Geschwindigkeit und Abstand) mittels VAMA

  • Inaugenscheinnahme des Videos und Urteilsanforderungen beim VAMA-Verfahren

  • OLG Bamberg v. 08.07.2009:
    Bei der Feststellung eines Abstandsverstoßes mittels des Brückenabstandsmessverfahrens VAMA muss der Tatrichter im Urteil nicht nur das standardisierte Messverfahren benennen, sondern auch Angaben zum tatsächlich festgestellten Abstand sowie zur ermittelten Fahrgeschwindigkeit des Betroffenen machen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn der Betroffene zwar zugegeben hat, das Fahrzeug geführt zu haben, den Verstoß selbst jedoch nicht glaubhaft gestanden hat.

  • OLG Bamberg v. 01.09.2011:
    Die Geschwindigkeits- und Abstandsmessung mit dem Video-Abstands-Messverfahren VAMA erfüllt die Voraussetzungen eines standardisierten Messverfahrens. Die Feststellungen zur Geschwindigkeit des überwachten Fahrzeugs und zu dessen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug beruhen dagegen nicht auf einem im standardisierten Messverfahren ermittelten Ergebnis. Der Tatrichter hat daher zur Überprüfung seiner Berechnung der Geschwindigkeit und des Abstands zumindest die in den polizeilichen Richtlinien genannten Zeitpunkte mitzuteilen.

  • OLG Bamberg v. 22.02.2012:
    Die Kriterien für die Einordnung als qualifiziertes Messverfahren werden im Hinblick auf Abstandsmessungen derzeit nur von dem 'Brückenabstandsverfahren VAMA mit Charaktergenerator CG-P 50 E, dem 'Brückenabstandsmessverfahren ViBrAM-BAMAS' und dem 'Abstands- und Geschwindigkeitskontrollsystem VKS 3.01' erfüllt.

  • OLG Bamberg v. 12.12.2012:
    Das von der Polizei in Bayern zur Abstandsmessung eingesetzte sog. Brücken-Abstandsmessverfahren (VAMA) erfüllt alle Kriterien für die Einordnung als standardisiertes Messverfahren. Als 'standardisiert' ist damit nicht nur der mit Hilfe der Messanlage erfolgende Messvorgang selbst, sondern auch die anschließende Auswertung der gewonnenen Messaufnahmen zu qualifizieren, wobei unerheblich ist, ob diese Auswertung automatisiert oder auf sonstige Weise stattfindet.

- nach oben -




Toleranzabzüge:

  • OLG Hamm v. 15.03.2004:
    Das Videoabstandsmessverfahren VAMA ist als sog. „standardisiertes Messverfahren" anerkannt. Bei der Abstandsmessung sind nur in geringem Maße Toleranzabzüge nötig, und zwar erst ab einer Geschwindigkeit ab 154 km/h.

  • AG Lüdinghausen v. 19.12.2005:
    Zu den Besonderheiten der Messung der Differenzgeschwindigkeit durch ein Messverfahren (hier: VAMA), das durch in dem Verfahren selbst enthaltene Toleranzen das überholende und das überholte Fahrzeug "verlangsamt".

  • AG Lüdinghausen v. 12.11.2007:
    Die Abstandsmessung mit dem Messsystem VAMA ist noch immer standardisiertes Messverfahren im Sinne der Rechtsprechung des BGH. Neben den systemimmanenten Toleranzen sind Zusatztoleranzabzüge beim VAMA-Verfahren auch trotz neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zu dem System nicht vorzunehmen.

  • OLG Bamberg v. 12.12.2012:
    Ist in den Gründen des Bußgeldurteils eindeutig und zweifelsfrei festgestellt, dass die dem Betroffenen vorgeworfenen Geschwindigkeits- und Abstandswerte mit Hilfe des Brücken-Abstandsmessverfahrens (VAMA) unter Vornahme des Toleranzabzugs ermittelt wurden, ist die Mitteilung der konkreten Toleranzwerte nicht erforderlich. Denn mit der konkreten Bezeichnung des Messverfahrens ist auch der Wert der von der Innerstaatlichen Bauartzulassung der PTB geforderten systemimmanenten Toleranzen hinreichend dargetan. Es bedarf dann nicht mehr der Wiedergabe der Zeitwerte, die auf den in der Regel in den Akten befindlichen Videoprints eingeblendet sind.

- nach oben -




Sonstige Messmethoden und - geräte:

- nach oben -







 Google-Anzeigen: