Fiktive Abrechnung in der Fahrzeugversicherung
 

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Fiktive Abrechnung in der Fahrzeugversicherung








Gliederung:





Allgemeines:

  • Stichwörter zum Thema Kfz-Versicherung

  • Kaskoversicherung

  • Abstrakte bzw. sog. fiktive Schadensabrechnung - Abrechnung auf Gutachtenbasis

  • Stundenlohnsätze - Stundenverrechnungssätze einer Fachwerkstatt - Unverbindliche Preisempfehlungen - UPE

  • OLG Frankfurt am Main v. 12.11.1998:
    Nach dem eindeutigen und einer abweichenden Auslegung nicht zugänglichen Wortlaut des § 13 Abs. 5 AKB ersetzt der Versicherer bei Beschädigung des Fahrzeuges in den Fällen, in denen das Fahrzeug nicht oder nicht vollständig repariert wird, die geschätzten erforderlichen Kosten der Wiederherstellung bis zur Höhe der Wiederbeschaffungskosten. Leistungsgrenze ist dann der um den Restwert des Fahrzeugs verminderte Wiederbeschaffungswert.

  • AG Coburg v. 23.01.2008:
    Die in Versicherungsbedingungen vereinbarte Haftungsbegrenzung auf die Differenz zwischen Wiederbeschaffungs- und Restwert für den Fall, dass das Fahrzeug nicht repariert wird, ist wirksam. Die Klausel ist weder überraschend noch stellt sie eine unangemessene Benachteiligung dar, da auch bei fiktiver Abrechnung das Restitutionsinteresse des Versicherten vollständig erfüllt wird.

  • BGH v. 11.11.2015:
    In der Fahrzeugkaskoversicherung können auch fiktive Aufwendungen für die Reparatur in einer markengebundenen Werkstatt als "erforderliche" Kosten im Sinne von A.2.7.1 b) AKB 2008 anzusehen sein. - Dies ist zum einen dann zu bejahen, wenn die fachgerechte Wiederherstellung des Fahrzeugs nur in einer markengebundenen Werkstatt erfolgen kann, zum anderen aber regelmäßig auch dann, wenn es sich um ein neueres Fahrzeug oder um ein solches handelt, das der Versicherungsnehmer bisher stets in einer markengebundenen Fachwerkstatt hat warten und reparieren lassen.

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