Das Verkehrslexikon

Das Alkoholverbot für junge Fahranfänger und Fahranfängerinnen

Das Alkoholverbot für junge Fahranfänger und Fahranfängerinnen


Seit dem 01.08.2007 ist § 24c StVG in Kraft, der die sog. Null-Promille-Grenze für junge Fahranfänger und Fahranfängerinnen einführt und entsprechende Sanktionen bei einem Verstoß zulässt; die Sanktionen ergeben sich aus entsprechenden Änderungen des Bußgeldkatalogs.

Das Verbot jeglichen Alkoholgenusses in Verbindung mit der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr richtet sich an:

  -  alle Kfz-Führer vor Vollendung des 21. Lebensjahres;
  -  alle Kfz-Führer, die sich in einer Probezeit befinden, auch wenn es sich um die verlängerte Probezeit handelt.




Diese Kfz-Führer dürfen während der Fahrt keinerlei Alkohol zu sich nehmen; sie dürfen aber auch keine Fahrt antreten, wenn sie vorher Alkohol getrunken haben und noch unter dessen Wirkung stehen.

Hierzu soll nach Amtsgericht Langenfeld (Urteil vom 20.04.2011 - 20 OWi 42/11) ein Mindestwert von 0,2‰, nach Amtsgericht Herne-Wanne (Urteil vom 17.12.2008 - 15 OWi 60 Js 584/08 - 5/08) sogar ein Wert von mindestens 0,26 ‰ nötig sein.

Als Sanktionen für einen Verstoß sind vorgesehen:

  -  von 125 bis zu 1.000 Euro Bußgeld
  -  zwei Punkte in Flensburg
  -  die Teilnahme an einem Aufbauseminar
  -  die Verlängerung der Probezeit um weitere zwei Jahre

Die Praxis wird zeigen, ob im Hinblick auf unvermeidliche Alkohlisierungen im alleruntersten Bereich durch Verzehr bestimmmnter Lebens- oder Genussmittel eine gewisse Toleranz, z. B. bis 0,05 oder 0,1 Promille gewährt werden wird.

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