Das klinische Erscheinungsbild des typischen HWS-Schleudertraumas
 

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Das klinische Erscheinungsbild des typischen HWS-Schleudertraumas


Siehe auch Halswirbelschleudertrauma - Lendenwirbelschleudertrauma - unfallbedingte Wirbelsäulenverletzungen




Das typische klinische Beschwerdebild einer HWS-Distorsion wird von Malin /Tegenthoff, DAR 1990, 164 ff. wie folgt beschrieben:
"In vielen Fällen findet sich zunächst ein beschwerdefreies "Intervall" unterschiedlicher Dauer von wenigen bis zu 24 Stunden. Die Dauer dieses Intervalls steht dabei im Zusammenhang mit dem Schweregrad der abgelaufenen Distorsion. Je kürzer das beschwerdefreie Intervall, desto ausgeprägter stellen sich die nachfolgenden Verletzungsfolgen dar. Als Folge einer HWS-Distorsion werden vielgestaltige Beschwerden angegeben: Neben Schmerzen im Bereich der HWS und der Schultern, z.T. mit Ausstrahlung in beide Arme, findet sich zumeist eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der HWS, eine subjektiv empfundene Muskelschwäche, sowie Kribbelgefühle und subjektive Gefühlsstörungen im Bereich der oberen Extremitäten. Weiterhin wird häufig über Schwindel, verbunden mit Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen, Kopfschmerzen, Hör- und Sehstörungen sowie Schluckbeschwerden geklagt. Gehen diese Schluckbeschwerden mit dem Nachweis eines Hämatoms (Blutergusses) im Bereich der Rachenhinterwand einher, kann daraus in der Regel auf eine schwerergradige Verletzung geschlossen werden. Als hilfreich im Hinblick auf die Beurteilung des Ausmaßes einer HWS-Distorsion hat sich die Einteilung in Schweregrade nach Erdmann erwiesen. ...





Die oben genannte klinische Beschwerdesymptomatik geht in der Regel mit einem bei der körperlichen Untersuchung fassbaren pathologischen Untersuchungsbefund im Schulter- und Nackenbereich einher. Dabei findet sich häufig neben einer schmerzhaft eingeschränkten Beweglichkeit der HWS eine Druckschmerzhaftigkeit des umgebenden Muskelweichteilgewebes mit tastbaren Muskelverhärtungen. Ein solcher klinischer Untersuchungsbefund ist von ärztlicher Seite in gewissen Grenzen objektiv reproduzierbar und sollte möglichst frühzeitig nach dem Unfallereignis dokumentiert werden. Gleichzeitig muss die initiale klinisch-körperliche Untersuchung dazu dienen, weitergehende neurologische Ausfallserscheinungen, die z.B. auf eine mögliche Schädigung des Rückenmarks, einzelner Nervenwurzeln oder des Gehirns hindeuten könnten, auszuschließen."







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