Die sog. Leberwerte - Gamma GT - Alkoholkonsum - Alkoholabstinenz
 

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Die sog. Leberwerte - Gamma GT - Alkoholkonsum - Abstinenznachweis


Zu den verschiedenen Alkohol-Markern siehe auch:


Bei der Beurteilung, ob jemand regelmäßig oder unregelmäßig in großen Mengen Alkohol konsumiert (Abhängigkeit oder Missbrauch) werden als biologisch-medizinisches Hilfsmittel die sog. Leberwerte herangezogen.

Siehe auch Die sog. Leberwerte - Gamma-GT (GGT) - GOT (ASAT) - GTP (ALAT)
zum Nachweis von Alkoholkonsum oder Alkoholabstinenz


Hierbei handelt es sich vorwiegend um folgende aus Blutuntersuchungen gewonnene Werte:
  • Gamma-GT (GGT);
  • GOT (ASAT);
  • GTP (ALAT);
  • Blutwert (MCV).
In neuerer Zeit wird auch des öfteren der CDT-Wert als Diagnose-Hilfsmittel verwendet.

Am häufigsten scheitert beispielsweise eine MPU an einem erhöhten Gamma-GT. Es werden folgende Normwerte gehandelt:
  • GGT: Männer bis 28 U/l * Frauen bis 18 U/l;
  • GOT: Männer bis 18 U/l * Frauen bis 15 U/l
  • GTP: Männer bis 17 U/l * Frauen bis 22 U/l;
  • MCV: Erwachsene 80 - 96 fl.




Hierbei ist aber zu beachten, dass solche Normwerte nicht allgemeinverbindlich sind, sondern die Beurteilung hängt von der in einem Untersuchungsinstitut verwendeten Messmethode ab; daher gibt jedes Institut mit den Resultaten auch eine eigene Referenztabelle bekannt, mit der dann die konkreten individuellen Messergebnisse verglichen werden können.

Bei den Werten GGT, GOT und GTP handelt es sich um im Blut vorgefundene Enzymmengen.
  • GGT:
    Gamma GT (Gamma-Glutamyl-Transferase) ist der am meisten empfindliche Wert zur Feststellung von Leberschädigungen. Eine erhöhte Konzentration im Serum weist eigentlich immer auf eine Leberzellschädigung hin.

    Erhöhte GGT-Werte werden unter Umständen auch festgestellt bei Hepatitis, Fettleber, Leberkrebs, Gallengangstau, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Bauchspeicheldrüsenkrebs, manchen Medikamenten.

  • GOT:
    Glutamat-Oxalacetat-Transaminas (Aspartat); Amino-Transferase (ASAT) ist ein Enzym, das sowohl im Skelettmuskel als auch im Herzmuskel und in der Leberzelle in hohen Konzentrationen vorkommt.

    Erhöhte GOT-Werte können auftreten bei Leberentzündungen (Hepatitis), Leberzhirrose, Lebervergiftung (z.B. Alkohol), Tumoren, Leberkrebs, Gallenstau, Gallenblasenentzündung, Bauspeicheldrüsenentzündung, Herzinfarkt, Erkrankungen der Skelettmuskulatur, Gicht.

  • GTP:
    Alanin-Aminotransferase (ALAT genannt) ist ein Enzym, das in geringen Konzentrationen in der Skelett- und Herzmuskulatur auftritt. Die höchste Konzentration kommt in der Leberzelle vor. Schon eine sehr unbedeutende Leberzellschzädigungen können eine Erhöhung des GPT bewirken.

    Hier kann es u. a. bei akuter Virushepatitis, Gallenblasenentzündung, Gallengangentzündung, Leberkrebs, Metastasenleber, Mononukleose, Gelbsucht, Chronisch-persistierende und chronisch-aggressive Hepatitis, toxischen Leberschäden durch Vergiftungen zu erhöhten Werten kommen.

Beim MCV-Wert (mean cellular volume bzw. mittleres corpuskuläres Volumen) handelt es sich um einen Blutwert zur Überprüfung des Volumeninhalts der sauerstofftransportierenden roten Blutkörperchen (Erythrozyten).

Der Eiweißstoff Carbohydrat-Defizients-Transferin (CDT) lässt eine gewisse Aussage über einen Zeitraum von 7 bis zu 14 zurückliegenden Tagen zu. Der CDT-Wert ist nämlich erhöht, wenn in diesem Zeitraum täglich mehr als etwa 60 Gramm (dies ist eine Art Grenzwert) reiner Alkohol konsumiert werden, d. h. immerhin täglich eine Menge, die in etwa 1,5 Liter Bier oder 3/4 Liter Wein oder 9 Schnäpsen entspricht. Bei täglichem Konsum von derartigen Mengen kann wohl ohne weiteres von Alkoholismus gesprochen werden.

Ein weiterer neuerdings im Vordringen befindlicher Alkoholmarker ist der sog. EtG-Wert. Ethylglucuronid (EtG) ist ein nicht flüchtiger, wasserlöslicher, direkter Metabolit des Ethylalkohols, der durch Bindung des Ethanols an aktivierte Glucuronsäure entsteht. EtG stellt somit einen Alkoholkonsummarker dar, der noch einige Zeit nach vollständiger Ethanolelimination aus dem Körper nachgewiesen werden kann. In früheren Untersuchungen konnte EtG im Harn von Alkoholikern bis zu 80 Stunden nach Beginn einer Entzugstherapie nachgewiesen werden. In neueren Evaluierungen der früheren Untersuchungen wurde die Verteilung von EtG in verschiedenen Körpergeweben und Körperflüssigkeiten untersucht. Daneben gelang der Nachweis von EtG in Haarproben von Personen mit Alkoholmissbrauch. Der TÜV Süd bietet neuerdings einen EtG-Test als Abstinenz-Check an.








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