Grundsätze der Schmerzensgeldbemessung
 

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Grundsätze der Schmerzensgeldbemessung


Für die nichtmateriellen Schadensfolgen einer Verletzung kann der Geschädigte vom Schädiger einen der Billigkeit entsprechenden finanziellen Ausgleich verlangen (§ 253 BGB). Infolge mangelnder Einzelfallregelung seitens des Gesetzgebers und angesichts der Fülle sich voneinander unterscheidender Erscheinungsbilder hinsichtlich der Schadenszufügung, der Verletzungsbilder, der Behandlungsnotwendigkeiten und -dauer, des Heilungserfolges, der Beeinträchtigungen im Leben des Betroffenen sowie der sozialen und finanziellen Stellung des Schädigers sowie des Verletzten ist die für den einzelnen Fall maßgebliche Bestimmung des angemessenen Entschädigungsbetrages oft ein schwieriges Unterfangen, da die Bewertungsmaßstäbe natürlich von Beurteiler zu Beurteiler verschieden sind.





Siehe auch Schmerzensgeld und Stichwörter zum Thema Personenschaden


Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes war nach dem vor dem 01.08.2002 geltenden Schadensrecht von seiner Doppelfunktion auszugehen (BGHZ 18, 149; KG DAR 1987, 151). Es sollte dem Geschädigten einen angemessenen Ausgleich für diejenigen Schäden bieten, die nicht vermögensrechtlicher Art sind, und zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten Genugtuung dafür schuldet, was er ihm angetan hat. Die wesentliche Grundlage für die Bemessung des Schmerzensgeldes bilden das Maß und die Dauer der Lebensbeeinträchtigung, die Größe, Heftigkeit und Dauer der Schmerzen und Leiden sowie die Dauer der Behandlung und der Arbeitsunfähigkeit, Übersehbarkeit des weiteren Krankheitsverlaufes, Fraglichkeit der endgültigen Heilung sowie ferner der Grad des Verschuldens und die Gesamtumstände des Falles.

Seit dem 01.08.2002 ist Voraussetzung für das Schmerzensgeld nicht mehr ein schuldhaftes Handeln des Schädigers, sondern der Verletzte hat auch dann einen Schmerzensgeldanspruch, wenn es sich auf Seiten des Schädigers lediglich um eine Haftung aus Gefährdung (z. B. nach dem Straßenverkehrsgesetz) handelt.







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