Das Verkehrslexikon

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Die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung bei Nachtrunk


Die MPU-Anordnung nach Verkehrsteilnahme erfolgt in der Regel bei mehr als 1,6 ‰, sofern es sich nur um eine Tat handelt, oder unabhängig von der Blutalkoholkonzentration, sofern es sich um die mehrfache Teilnahme am Verkehr unter Alkoholeinfluss handelte. Daneben kann die Fahrerlaubnisbehörde allerdings auch ohne sicheren vorangegangenen Nachweis bestimmter Alkoholkonzentrationen aus sonstigen Erkenntnisquellen - z. B. den Angaben des Betroffenen über sein Trinkverhalten - auf die Möglichkeit von Alkoholmissbrauch schließen und eine MPU anordnen.

Insbesondere wird in vielen Fällen, in denen sich der Betroffene im Strafverfahren mit einer Nachtrunk-Einlassung verteidigt hat, die ihm nicht widerlegt werden konnte, die Höhe der nachgewiesenen Blutalkoholkonzentration für sich schon den Verdacht auf Alkoholmissbrauch nahelegen.







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