Der Fatburner Ephedrin - apothekenpflichtig - verschreibungspflichtig - Schlankheitsmittel - Fettverbrenner - Fitness - Abmagerungsmittel - Doping - Amphetamin - harte Droge - Fahreignung - Entziehung der Fahrerlaubnis - Methamphetamine
 

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Der "Fatburner" Ephedrin


Ephedrin-haltige Mittel sind apotheken- und verschreibungspflichtig. Sie werden aber im Internet angeboten und sowohl als Wundermittel zum Abmagern wie auch als sog. "Fettverbrenner" beim Bodybuilding und Fitness-Training eingesetzt, obwohl das verbotenes Dopen ist. Zudem stellt Ephedrin auch eine in den Amphetamin-Kreis gehörende Droge im Sinne des Fahrerlaubnisrechts dar.

Ephedrinhaltige Mittel werden in fester (Tabletten-) und flüssiger Form angeboten.

Ephedrin hat Ähnlichkeiten mit dem körpereigenen Adrenalin und ist chemisch stark verwandt mit der Gruppe der Amphetamine. Aus ephedrinhaltigen Tabletten oder Flüssigkeiten extrahiertes Ephedrin wird teilweise als Grundsubstanz bei der Synthese der illegalen Amphetamin-Abkömmlinge verwendet.





Selbst bei gesunden Menschen führt die Einnahme von ephedrinhaltigen Stoffen häufig zu starken Nebenwirkungen, die natürlich bei Risikopatienten verstärkt auftreten können.

Hierbei ist besonders das Zusammenwirken von Ephedrin und Koffein wirkungsverstärkend und gefährlich. So enthält beispielsweise eine einzige Tablette manchmal

300mg Ephedra (stand. 10% Ephedrin) und
200mg Coffein.

In den USA sind Schlankheits- und Nahrungsergängzungsmittel, die den Stoff Ephedra enthalten, seit 2004 verboten, ebenso in den Niederlanden; in Deutschland besteht ärztliche Verschreibungs- und Apothekenpflicht, sodass das Beschaffen, Abgeben usw. in Fitness-Studios strafbare Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz sind.

Das Ephedra-Kraut (Meerträubel - Ephedra sinica) wird auch unter dem chinesischen Namen "Ma-huang" oder als "Mormonen-, Brigham- und Mexikanischer Tee" gehandelt. Hauptwirkstoff ist das Alkaloid Ephedrin, welches massive Steigerung des Blutdrucks, Verengung der Blutgefäße, Stimulation des Kreislaufs und Dämpfung des Hungergefühls bewirken kann. Besonders wegen der Dämpfung des Hungergefühls wird das Ephedra-Kraut nach wie vor in Appetithemmern und Nahrungsergänzungsmitteln als "Diät-Wundermittel" eingesetzt.

Es wird auch noch bei Hypotonie/Kreislaufschwäche sowie bei Narkolepsie und in der Augenheilkunde als Ersatz für Atropin angewendet.

Nebenwirkungen, die bekannt sind:
  • Unruhe, Angst
  • Übelkeit
  • Herzrhythmus-Störungen
  • Pulsrasen
  • Kopfschmerzen
  • Zittrigkeit (Tremor),
  • Schweißausbrüche
  • starker Wasserverlust
  • Verwirrtheitszustände, Delirium
  • Halluzinationen
  • Krampfanfälle und psychische Veränderungen bei hoher Dosierung.
Ephedrin dient auch als Grundstoff zur Synthese der verbotenen Betäubungsmittel Methamphetamine (Crystal, Meth). Es unterfällt somit den Beschränkungen des Gesetzes zur Überwachung des Verkehrs mit Grundstoffen, die für die unerlaubte Herstellung von Betäubungsmitteln missbraucht werden können (Grundstoffüberwachungsgesetz - GÜG).

Neben dem natürlichen Ephedrin gibt es auch das synthetisch hergestellte Hydrochlorid der Substanz (Ephedrinhydrochlorid). Hierbei handelt es sich um einen ähnlichen Prozess wie bei der Herstellung von gebrauchsfertigem Kokain aus dem Kokastrauch. Dieses Ephedrinhydrochlorid ist eine weiße, kristalline Substanz und taucht meist in Medikamenten auf Ephedrinbasis auf. Auch dieses Ephedrinhydrochlorid unterliegt einer strikten Grundstoffkontrolle, da sich hieraus leicht Amphetamine synthetisieren lassen.

Ephedrin ist ein Derivat des Amphetamins und wird bei Schnelltests als Amphetamin angezeigt, sodass dann eine Blutanalyse veranlasst wird.

Im Urin ist es 20 bis 30 Tage lang nachweisbar.

In der Doping-Analytik benötigen akkreditierte Institute eine Bestätigung zur Identifizierung von Ephedrin, Methylephedrin, Phenylpropanolamin, Pseudoephedrin und Cathin in Doping-Kontrollproben mittels Kopplung Gaschromatographie/Massenspektrometrie und Quantifizierung mittels gaschromatographischer Analyse mit stickstoffspezifischem Detektor (Ephedrin/Phenylpropanolamin bzw. Cathin/Pseudoephedrin) oder Kopplung Gaschromatographie/Massenspektrometrie (bei Kombination der Diastereomeren Cathin/Phenylpropanolamin bzw. Ephedrin/Pseudoephedrin.

Es ist daher wohl davon auszugehen, dass bei genügend genauer Untersuchung auch bei einer Haaranalyse Ephedrin-Konsum festgestellt werden kann (in einem gaschromatographischen oder massenspektrometrischen Verfahren kann Ephedrin auch von Amphetamin genügend sicher unterschieden werden).

Nach mündlichen Laborauskünften wird es wohl von Instituten, die gleichzeitig oder hauptsächlich Dopinganalysen machen, auch routinemäßig untersucht und angezeigt. Institute, die hingegen Haaranalysen durchführen, wie sie für Screenings oder MPU-Zwecke gefordert werden, untersuchen nicht speziell auf Ephedrin, sodass es dort nicht angezeigt wird.







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