Amtsgericht Oberhausen Urteil vom 28.03.1994 - 35 C 110/9 - Das Risiko überhöhter Sachverständigen-Kosten trägt der Schädiger, nicht der Geschädigte
 

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AG Oberhausen v. 28.03.1994: Das Risiko überhöhter Sachverständigen-Kosten trägt der Schädiger, nicht der Geschädigte

Werden vom Kfz.-Sachverständigen objektiv zu hohe (im Sinne des § 315 I BGB also unbillig hohe) Kosten berechnet, ändert dies gleichwohl nichts daran, daß der Geschädigte, der den Sachverständigen beauftragt hatte, gegenüber dem Schädiger eine Anspruch auf Erstattung der vollen SV-Gebühren hat (es sei denn, den Geschädigten träfe an den hohen Kosten ein Mitverschulden). So hat z.B. das Amtsgericht Oberhausen (Urteil vom 28.03.1994 - 35 C 110/94) in diesem Zusammenhang ausgeführt:
"... Auf die Frage, ob die von dem Sachverständigen geltend gemachten Kosten für Lichtbilder, Schreibgebühren und Fahrtkosten in voller Höhe gerechtfertigt sind, kommt es im Verhältnis der Parteien dieses Rechtsstreits nicht an. Die Klägerin hat sich an einen Diplom-Ingenieur gewandt, der sich als Sachverständiger für Kraftfahrzeuge bezeichnet. Sie konnte und durfte darauf vertrauen, daß die von ihm für seine Tätigkeit geltend gemachten Kosten von den Beklagten erstattet werden würden. Das Risiko, daß die im Rahmen der Schadensbeseitigung ihr in Rechnung gestellten Kosten über dem Durchschnitt der üblicherweise anfallenden Kosten liegen könnten, trägt nicht die Geschädigte, es fällt dem Schädiger zur Last. Etwas anderes würde nur gelten, wenn die Klägerin gewußt hätte oder zumindest damit hätte rechnen müssen, daß der Sachverständige überhöhte Kosten in Rechnung stellen könnte. ..."











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